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PROJEKT «MODIRAUM»: Wenn Mädchen bauen – ein Raumexperiment

Erfahrungsbericht der Projektwoche «Modiraum» im Berner Schulhaus Muristalden vom Sommer 2008

Im Juni 2008 haben 14 Mädchen der Volksschul-Klasse 8B des Campus Muristalden im schweizerischen Bern eine Projektwoche geplant und durchgeführt mit dem Ziel, eigenhändig einen kleinen Raum zu bauen – von und für die Mädchen. Klar war, die Mädchen sind es, die bestimmen, was wie gebaut wird. Sie sind die Handelnden in der Planung und im Bau von physisch erfahrbarem Raum; unterstützt von Fachfrauen und einer Lehrperson.

Das Projekt bestand aus zwei Vorbereitungsvormittagen, den Vorkursen, und der Projektwoche, bestehend aus vier ganzen Tagen (Mo, Di, Do, Fr) sowie dem Mittwochmorgen. Am Freitagnachmittag wurde die Fertigstellung des kleinen Raums mit einer kleinen Feier begangen. Darüber hinaus war geplant gewesen, dass die Mädchen während eines Tages ein Architekturbüro besuchen würden, um Büroalltag und eine Baustelle einmal hautnah mitzuerleben. Dieser Schritt konnte in dieser ersten Durchführung der Projektwoche jedoch nicht realisiert werden.

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Beim Projekt «Modiraum» – zu Berndeutsch Modiruum, also ein Raum für Mädchen (Modis) – geht es primär darum, junge Mädchen für das Thema Bauen zu sensibilisieren. Dabei sollen theoretisches wie historisches Wissen einfliessen, gleichzeitig geht es ebenso um das bewusste Wahrnehmen von Raum – und damit darum, eigene, den physischen Raum betreffende persönliche Bedürfnisse erspüren zu lernen und schliesslich ausdrücken zu können. Hierfür wird eigenhändig ein realer, ein physisch greifbarer Raum gebaut – aus Holz, aus Blachen und Folien, mit Drahtgeflecht, Nägeln und Schrauben –, der vorgängig in der Gruppe entwickelt und entworfen wurde.

Ganz in dem Sinne, dass der Weg das Ziel ist, steht nicht vorrangig der fertige «Modiraum» im Zentrum des Workshops, sondern das Befassen mit Raum und Architektur, das Bewusstwerden über die Art und Weise, wie Räume entstehen, letztlich die Bedeutung des uns umgebenden physischen Umfelds generell. Diesem können wir nicht entrinnen. Umso wichtiger ist es, diese Umgebung nicht einfach nur als gegeben, gewissermassen als ,Schicksal‘ zu erleben, das man nicht beeinflussen kann, sondern als etwas Gestaltbares, Formbares. Und letztendlich kann auch jedes Mächen sein eigenes räumliches Umfeld mitgestalten.

Das Bauwesen zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist nach wie vor mehrheitlich männlich geprägt, auch wenn sich in den letzten Jahrzehnten zusehends mehr Frauen ausbilden liessen und heute auch im Baubereich arbeiten. Doch noch immer gilt: Je grösser der Massstab oder je näher man am Bau ist, also auf der Baustelle, desto mehr Männer finden sich proportional! Noch stets werden junge Frauen, die Architektur studieren, oft gefragt, «Ah, du studierst Innenarchitektur?». Für den ,globalen‘ Massstab oder weitreichende Entscheidungen respektive Bauvorhaben, wo viel Geld involviert ist, sind noch immer mehrheitlich Männer verantwortlich.

Am Berner Projekt waren neben den 14 Mädchen mehrere Fachfrauen aus den Bereichen Architektur, Landschaft, Kunst und Gestaltung sowie ein Lehrer beteiligt. Je nach Schwerpunkt und Zielsetzung kann die Zusammenstellung der Fachfrauen variieren, wichtig ist die gute Betreuung der Mädchen. Empfehlenswert sind zwei Lehrpersonen, die das Thema überdies schon vor der Projektwoche im Unterricht einführen.

Ziel dieser Webseite ist es, Dokumentation über das Projekt «Modiraum» vom Sommer 2008 in Bern zu sein und als Anregung, ja, als Aufforderung zur Nachahmung zu dienen!

 

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